Die Kinder brauchen uns jetzt mehr als je zuvor

DRK Münzenberg bereitet Neustart der Hausaufgabenbetreuung vor

Die Aktivitäten des Vorstandes sind in vollem Gange, nach den hessischen Sommerferien auch wieder mit der täglichen Hausaufgabenbetreuung im Gambacher DRK Sozialzentrum einzusteigen.
Das Münzenberger DRK arbeitet in Abstimmung mit seinem medizinischen Vorstand, Bereitschaftsarzt Alexander Koop, an dem Betreuungskonzept unter den Bedingungen der aktuellen Situation.
„Wir befinden uns in einer räumlich komfortablen Situation, so der DRK Vorstand, sodass wir die von uns betreuten Kinder einzeln oder maximal in 2er Gruppen auf verschiede Räume verteilen können“.
Damit könne man Abstandsregeln einhalten und insbesondere auch die Betreuer kommen maximal mit ein bis zwei Kindern in direkten Kontakt. Die größte Herausforderung sei der Transport der Kinder aus den Nachbarorten. Hier hat man die Halbierung der Kinder festgelegt, was zur Folge hat, dass nicht mehr alle Kinder täglich an der Betreuung teilnehmen können, wenn sie auf den Transport durch das DRK angewiesen sind. Eine Maßnahme, so Vorstandsmitglied Frank Metz, bei der die Minimierung des Infektionsrisikos für uns erste Priorität hat.

„Die Kinder werden uns jetzt mehr brauchen als je zuvor“ lautet die Beurteilung der aktuellen Situation durch Teamleiterin Erika Huslik. „Wir werden im Team entscheiden, welche BetreuerInnen unter den aktuellen Bedingungen mit den Kindern arbeiten können und wollen um auch bei unseren Ehrenamtlichen keine unnötigen Risiken einzugehen“. Kontakte mit einzelnen Familien, die es während der „Corona-Zwangspause“ durch das Betreuungsteam hin und wieder gab, hätten gezeigt, dass die durch das DRK betreuten Kinder und deren Familien mit dieser Situation überwiegend überfordert waren und heute noch sind. „Für fast alle Kinder der Betreuungsgruppe gab es entweder überhaupt keine Möglichkeit, mit PC oder Laptop an einem „Homeschooling“ teilzunehmen. In vielen Fällen scheitert es bereits an fehlender Hardware. Sollte diese verfügbar sein, endet die Motivation spätestens bei der Bearbeitung von Arbeitsblättern und Aufgabenstellungen, welche die Kinder schon im Ansatz nicht verstehen und in der Folge von den Eltern nicht unterstützt werden können“, berichtet Erika Huslik.

DRK-Vorstand Frank Metz sieht eine grundlegende Problematik auf die Einrichtung der Hausaufgabenbetreuung zukommen. Man werde unter den aktuellen Bedingungen die tägliche Anzahl der zu betreuenden Kinder reduzieren müssen während der Betreuungsbedarf der Kinder durch die Corona-Krise massiv angestiegen ist. „Während wir noch Anfang diesen Jahres davon ausgegangen sind, dass sich der Betreuungsbedarf durch unser Team aufgrund der weiter ausgebauten Angebote der Schulen mittelfristig reduzieren wird, müssen wir jetzt vom Gegenteil ausgehen. Es ist nach unserer Einschätzung, wenn überhaupt, nur durch konsequente Einzelbetreuung möglich, einem Kind mit dem sozialen Umfeld, in dem die von uns betreuten Kinder leben, die Chance zu geben, den Anschluss an das Klassenniveau nicht völlig zu verlieren. Wir werden als DRK unser Bestes geben und hoffen, dass uns neben den Restriktionen durch kleinere Gruppen nicht noch zusätzlich finanzielle Hürden dazu nötigen, unsere Arbeit zu reduzieren“ so der Vorstandsvertreter. Das DRK finanziere die Raum- und Nebenkosten der Betreuung allein aus Spenden und Erlösen der Kleidersammlungen, die durch die besondere Lage zurückgegangen sind. Wer die Arbeit der Hausaufgabenbetreuung finanziell unterstützen möchte, kann dies durch eine Spende auf folgende Bankverbindung tun: DRK Münzenberg, Volksbank Butzbach eG, IBAN: DE59 5186 1403 0004 0109 90.

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