DRK Münzenberg brechen die Einnahmen aus Kleiderentsorgung weg

Finanzierung der Hausaufgabenbetreuung gefährdet

Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise erreichen nun auch das Münzenberger DRK.

In einem Schreiben an alle Geschäftspartner informierte der Abnehmer der Kleiderspenden, die das DRK Münzenberg in der heimischen Region über Kleidercontainer sammelt, dass aktuell alle Zahlungen eingestellt werden müssen.
Der internationale Warenhandel kommt mehr und mehr zum Erliegen, so der Abnehmer. Neben den Schwierigkeiten der Logistik und geschlossenen Häfen werden die Märkte in den internationalen Zielländern der Second-Hand-Kleidung wie Osteuropa, naher und mittlerer Osten sowie Afrika behördlich geschlossen und das öffentliche Leben findet nicht mehr statt. Dies führt dazu, dass die sortierte Ware nur noch sehr eingeschränkt abgesetzt werden kann, Umsätze seien nicht mehr zu erlösen.

Für Frank Metz, zuständiger Vorstand für die Sozialarbeit im Münzenberger DRK, hat diese Nachricht eine massive Auswirkung auf die DRK Arbeit vor Ort. Die Kosten der DRK Hausaufgabenbetreuung, wie Miete, Transport der Kinder, Schulmaterialien etc., werden zum größten Teil über die Einnahmen der Kleidercontainer finanziert. „Der Erlös aus den Kleiderspenden ist die tragende fianzielle Säule unserer Sozialarbeit, so Frank Metz. Mit den erhaltenen Geldspenden alleine können wir den Dauerbetrieb einer Betreuung nach dieser Krise nicht dauerhaft finanzieren“.

Das DRK hat die Leerung der kleidercontainer aktuell noch nicht eingestellt. Durch den Wegfall der Einnahmen, muss das DRK auch die Personalkosten für die Leerung der Container und leider auch die nicht unerheblichen Kosten für die Entsorgung des in den Containern entsorgten Restmülls durch finanzielle Rücklagen finanzieren. Das DRK befürchtet, dass im Falle einer Schließung der Kleidercontainer, die BürgerInnen ihre Kleidersäcke auf dem Gelände um die Container herumstellen, wie dies regelmässig bei den Glascontainern zu beobachten ist. „Eine solche Situation wollen wir natürlich vermeiden, betont Frank Metz, können dies aber nicht auf Dauer durchalten“. Inzwischen haben die Kommunen von Münzenberg, Butzbach und Rockenberg etwas finanzielle Untersützung zugesagt, was aber nicht ausreichen wird, um die Situation dauerhaft zu meistern, betont das DRK.

Frank Metz steht im regelmässigen Kontakt zu seinem Abnehmer und hofft, dass mittelfristig eine Entspannung der Situation eintritt. „Es kann nicht unser Ziel sein, so Metz, unsere finanziellen Rücklagen dauerhaft für die Finanzierung der Containerleerungen zu investieren. Wenn hier in den nächsten Wochen keine Entspannung eintritt, müssen wir die Container sperren und die Leerungen einstellen, wie dies bei vielen gewerblichen Sammlern schon heute zu beobachten ist. Wie die Kommunen mit den Folgewirkungen umgehen, ist dann neu zu bewerten“.

Die DRK Hausaufgabenbetreuung wird sich auf die „neue Normalität“ vorbereiten. Wann und in welcher Form der Betrieb, unabhängig von den finanziellen Problemen, wieder aufgenommen werden kann, ist aktuell Thema in den digitalen Vorstandssitzungen.
Die Mietbelastungen laufen aktuell weiter und das DRK ist dankbar, für jede finanzielle Unterstützung, die dazu beiträgt, diese wertvolle Einrichtung am Leben zu erhalten. Das Spendenkonto lautet DRK Münzenberg, Volksbank Butzbach eG, IBAN: DE59 5186 1403 0004 0109 90

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