Ein Tandem für alle Fälle

Der Stadtteil Degerfeld in Butzbach ist ein lebendiger und interkultureller Stadtteil.

Neben der Beförderung von Partizipationsprozessen und Förderung der Teilhabe aller Bewohner, beschäftigt sich das Quartiersmanagement der „Sozialen Stadt Butzbach“, vor Ort koordiniert und umgesetzt von Senel Ayana mit vielen unterschiedlichen Maßnahmen, um den Stadtteil noch weiter aufzuwerten.

Teil des Förderprogramms ist es zum Beispiel bedarfsgerechte Angebote für alle Bewohner des Stadtteils anzubieten. Der „Treffpunkt Degerfeld“ wurde dazu eigens als Begegnungsort geschaffen und befindet sich in hinteren Gebäudeteil der John-F.-Kennedy-Straße 63. Von dort aus wird ein hoher Anteil an Bildungs- und Kulturarbeit zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Kulturen und Gemeinschaften geleistet. Es finden beispielsweise diverse Feste statt, wie beispielsweise das Stadtteilfest, Suppenfest, Seniorennachmittage, interkulturelles Kochen, Eltern-Treffs, Sprachcafés, oder demokratiefördernde Veranstaltungen zu besonderen Anlässen wie dem Weltfrauentag, Europawahlen, Sportevents, Hessischer Vätertag etc.

Nicht zuletzt ist der Stadtteil kulturell deshalb so lebendig, da es dort an Vielfalt nicht mangelt. Über 50% der Anwohner haben zudem einen Migrationshintergrund und kommen aus den unterschiedlichsten Ländern.

„Durch die vielen verschiedenen Kulturen wird es hier nie langweilig.“ sagt Ayana und ergänzt: „…da das Quartiersmanagement bereits eine beliebte Anlaufstelle für diverse Bewohneranfragen geworden ist, werden u.a. gruppenspezifische Beratungsangebote eingeführt. Dazu gehört seit über 2 Jahren auch die Migrationsberatung und daher ist die Einbindung der in den Stadtteil für ratsuchende Migranten bedeutend; insbesondere für die, die neu in den Stadtteil zugezogen sind.“

Die Migrationsberatung des Deutschen Roten Kreuzes KV Friedberg ist inzwischen insgesamt seit 3 Jahren mit konstanter Nachfrage in Butzbach mit Sprechstunden vertreten und davon seit über 2 Jahren im „Treffpunkt Degerfeld“.

Dabei steht jeden Donnerstag Susanne Polak ab 13:30 Uhr für die Bewohner des Stadtteils und gerne auch für Menschen von Außerhalb zur Verfügung. Meist sind es Fragen zu Sprachkursen, Familiennachzug oder Fragen rund um Behörden, alltägliche Probleme und Freizeitgestaltung, die bei Polak aufkommen. Mit ihrem kleinen mobilen Büro und der symbiotischen Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement und der Stadt Butzbach ist sie für alle Fragen gut vorbereitet.

„Meine Sprechstunde geht offiziell bis 15 Uhr, doch meistens überziehe ich, weil doch noch irgendjemand eine Frage hat. Ich berate hier sehr gerne, da ich den Eindruck habe, dass die Menschen sehr dankbar für eine zusätzliche und zudem professionelle Unterstützung in dieser für sie neuen Welt sind.“ sagt Polak. „Im Stadtteil finden immer wieder Veranstaltungen und Feste statt und ich versuche ab und an dabei zu sein. Es ist mir wichtig auch außerhalb der Beratung mit den Menschen im Dialog zu stehen.“ fügt sie hinzu.

Migrationsberatung und Quartiermanagement sind im Stadtteil Degerfeld daher ein wichtiges Tandem und zusammen mit der Stadt Butzbach und den vielen Akteuren rund um Kultur und Bildung ein unersetzliches Instrument der Stadtentwicklung Butzbachs.

– Informationen zur Migrationsberatung des DRK finden Sie unter: www.migration.drk-friedberg.de
– Informationen zu Veranstaltungen und Aktionen im Stadtteil Degerfeld finden Sie unter: www.sozialestadt-butzbach.de

Bildbeschreibung:
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v.l. Senel Ayana, Susanne Polak

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