Gemeinsam stark für Hessen:

Staatssekretär Dr. Martin Worms und das DRK zeichnen besonders verdiente Blutspender in Wiesbaden für ihr außergewöhnliches Engagement aus

Das war ihr Applaus: 74 langjährige Blutspender standen dieser Tage im Schloss Biebrich in Wiesbaden im Rampenlicht. Sie haben über Jahrzehnte etwas Besonderes geleistet und wurden dafür in einem Festakt geehrt.
Unter den zu ehrenden Blutspendern auch zwei aus dem Bereich des DRK-Kreisverband Friedberg.
Wolfgang Wiemann aus Karben und Rainer Stock aus Florstadt. Beide wurde für 150 Blutspenden an diesem Tag geehrt.

„Jeder von uns kann in die Situation kommen, eine Blutspende zu brauchen. Doch dazu ist die Gesellschaft auf Menschen angewiesen, die zur Blutspende bereit sind. Hier kann nur der Mensch den Menschen helfen. Umso mehr ist es mir eine besondere Freude, langjährig verdiente Spender zu ehren, die mit ihrem Blut selbstlos schon viel Gutes für andere getan haben – sie sind wahre Lebensretter“, bedankte sich der hessische Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms bei den Spendern.

Jeden Tag werden in Hessen rund 900 Blutspenden für Kranke und Verletzte benötigt. Auch Norbert Södler, Präsident des DRK-Landesverbandes Hessen e. V., machte die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Engagement mit einem Zitat von Goethe deutlich: „Des Menschen Leben lebt im Blut. Das ist lebendig Blut in frischer Kraft, das neues Leben sich aus Leben schafft!“.
Das Blut wird nicht nur bei Notfall-Operationen, sondern beispielsweise auch im Rahmen einer Geburt eingesetzt. Allein 19 Prozent aller Blutpräparate in Deutschland werden für Patienten mit einer Krebserkrankung benötigt. Ohne das verlässliche Engagement der Hessen würden viele Menschen heute nicht weiterleben können. Die Geehrten haben dazu beigetragen, dass beispielsweise Friederike Streckenbach gerettet werden konnte, als sie wenige Tage nach der Geburt ihrer Tochter Ida aufgrund von Blutungen in der Gebärmutter mehrere Liter Blut verlor. Die folgende Notoperation überlebte sie nur dank Blutspenden!

Auch der 31 jährige Tomek Kaczmarek kann heute noch lachen. Er kam mit einem Herzklappenfehler zur Welt. Mit 19 Jahren wurde dann zusätzlich noch eine Herzinsuffizienz diagnostiziert. Seine weitere Krankheitsgeschichte machten vier Herzoperationen nötig. Er überlebte, auch weil genügend Blutkonserven bereit standen. Bei dieser OP erhielt Tomek mehr als 30 Blutpräparate. Zwei persönliche Beispiele, was diese starke Gemeinschaft für die Gesellschaft bewirkt.

105.328. Menschen engagierten sich mit 195.424 Blutspenden im vergangenen Jahr für Kranke und Verletzte und sicherten die medizinische Versorgung in den hessischen Kliniken. In den nächsten Jahren wird der Anteil an Patienten mit einem hohen Alter oder mit komplexen chirurgischen Eingriffen in den Krankenhäusern stetig steigen. Ebenso wird es natürlich zukünftig weiter Notfallpatienten mit einer akuten Blutungssituation geben, bei denen die Transfusion von mehreren Fremdblutkonserven lebensrettend ist! Daher benötigt der DRK-Blutspendedienst neben den vielen erfahrenen, verlässlichen Spendern auch neue Spender. Blutspendetermine sind unter http://blutspende.drk-friedberg.de abrufbar.

Bildbeschreibung:.
v.l. Staatssekretär Dr. Martin Worms, Rainer Stock, Wolfgang Wiemann, Nicole Seidl (Blutspendebeauftragte des DRK in Hessen) und der Präsident des DRK Landesverband Hessen Norbert Södler

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