FAB besucht DRK Migrationsberatung

Einen belebenden Besuch empfing die Migrationsberatung des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Kreisverband Friedberg vertreten durch Susanne Polak an einem Montagmorgen durch das von der FAB gGmbH in Friedberg angebotene Lernangebot für geflüchtete Frauen „Ankommen in der Wetterau“.

Ein wichtiger Aspekt in diesem Angebot ist die Möglichkeit der integrierten Kinderbetreuung. Dadurch erhalten die Teilnehmerinnen oft die erste Gelegenheit, die deutsche Sprache systematisch zu lernen, während sie ihre Kinder in guten Händen und in direkter Nähe wissen. Viele dieser Frauen sind wegen des Mangels an Kitaplätzen oft von der Gesellschaft abgeschnitten, da es BAMF-Integrationskurse mit Kinderbetreuung im gesamten Wetteraukreis leider noch immer nicht gibt.

Diese lebendige Gruppe wird von Saba Abdula betreut und man sieht ihr die Freude an der Arbeit förmlich an. „Es macht mich sehr glücklich zu sehen, wie die Frauen täglich an Selbstbewusstsein gewinnen.“, sagte Abdula.
Der Kurs eröffnet den Teilnehmerinnen daher eine wesentliche Gelegenheit, wichtige Personen und Orte für ihre weitere Integration in Deutschland kennenzulernen und das Ankommen in der Wetterau zu erleichtern.
Die Migrationsberatung des DRK darf in der Aufzählung selbstverständlich nicht fehlen. Hier stehen drei Mitarbeiterinnen mit Rat und Tat zur Verfügung, die sich allen Anliegen der Ratsuchenden annehmen. Susanne Polak, die vertretend für die Migrationserstberatung (MBE) alle Fragen rund um das Thema Integration in Deutschland beantwortete, erklärte, dass die MBE grundsätzlich zu allen Themen erst einmal ein Anlaufpunkt sein kann. Um Fragen/Probleme zu lösen schreite die MBE dann entweder selbst zur Tat oder leite an betreffende Stellen weiter, indem ein erster Kontakt aufgebaut, Termine vereinbart oder vermittelt würde.
Auf die Frage, welche Themen am häufigsten in der Beratung behandelt würden, antwortete Polak: „Vor allem sind es Themen zum Familiennachzug, Wohnen, Arbeit, Kinder, aber auch Themen zur Freizeitgestaltung, also Vermittlung in Vereine, etc., da es sich zeigt, dass die gelebte Integration die bessere als die rein erlernte ist. Die neu zugewanderten Menschen lernen nirgendwo besser, sich gesellschaftlich in Deutschland zurecht zu finden, als informell und zusammen mit Einheimischen.“
Die Vorstellung der DRK Asylverfahrensberatung durch Marc Bühler war für einige der Teilnehmerinnen ebenfalls sehr hilfreich. Bühler erklärte den Teilnehmerinnen die Grundzüge eines deutschen Asylverfahrens und die Möglichkeiten, die ihm als Berater zur Verfügung stehen: alle Fragen zum Asylverfahren, vor- und Nachbereitung der BAMF Anhörung und Aufklärung über Rechtswege sowie Mitwirkungspflichten.
Nach der Vorstellung und nachdem die Kinder der Teilnehmerinnen durch Spielzeug und Kekse abgelenkt wurden, konnten die Teilnehmerinnen brennende Fragen an Polak und Bühler stellen sowie erste Termine vereinbaren.“

Bildbeschreibung: DRK_undFAB.jpg
Die Teilnehmerinnen des Lernangebot der FAB “ Ankommen in der Wetterau“ ihrer Betreuerin Saba Abdula (4. v. l.) und Susanne Polak vom DRK (hintere Reihe 2.v.l)

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