Jugendrotkreuz übt Darstellung von Wunden

Notfalldarstellungs-Grundlehrgang

Dieser Tage fand der diesjährige Notfalldarstellungs-Grundlehrgang des Jugendrotkreuzes unter der Leitung von Sina Dietz und Andrea Lommel statt.
Während den beiden Lehrgangstagen ließen sich neun Jugendrotkreuzler zu Notfalldarstellern ausbilden. Auf dem Stundenplan stand das überzeugende Schminken von Wunden und das realistische Darstellen von verschiedenen Verletzungen und Erkrankungen. Im Kursabschnitt Schauspielkunst wurde besonders auf die Mimik und Gestik eingegangen und spielerisch trainiert. Sehr schwer ist das Üben der Bewusstlosigkeit, da hierbei keine Miene verzogen werden darf, wenn z.B. ein Witz erzählt wird. Nichts für schwache Nerven war das Schminken der Wunden. Neben Schnitt-, Riss- und Schürfwunden wurden auch Verbrennungen 2. Grades und Fremdkörperverletzungen sehr realitätsnah geschminkt. Alle Teilnehmer haben den Kurs erfolgreich absolviert und dürfen in Zukunft bei Übungen mimen und Verletzungen schminken.
Die vom Jugendrotkreuz, in Person von Anika Führer, angebotene Kinderbetreuung während des Lehrgangs wurde gerne von drei Kindern angenommen. Gemeinsam wurde gemalt, gespielt und gebastelt. Sehr hübsch sind die kleinen Salzteigfiguren für Halloween geworden.

Notfalldarstellungsgruppe aktiv bei der Übung der Rosbacher Feuerwehren

Im direkten Anschluss an den Notfalldarstellungslehrgang konnten die Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellen.
Zur Jahresabschlussübung der Rosbacher Feuerwehren im Stadtteil Rodheim waren die Darsteller und Schminker geladen, damit die Einsatzkräfte realitätsnah üben können.
So fanden sich neun Notfalldarsteller und drei Mimtruppleiter am Morgen bei der Firma Wieland Dental in Rodheim ein. Szenario der Übung war eine Gasexplosion in der großen Halle, durch die es zu einer großen Zahl von Verletzten kam. Nachdem die Mimen alle geschminkt und in der Halle verteilt waren, gingen am frühen Sonntagmorgen die Melder der Feuerwehrleute und die Sirenen der Stadt Rosbach heulten. Kurz darauf waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und wurden direkt von einer Verletzten Person und lauten Hilferufen aus der Halle empfangen. In den nächsten eineinhalb Stunden rettete die Feuerwehr dann unter Atemschutz eine verletzte Person nach der anderen aus der Halle. Da an der Übung keine Hilfsorganisationen teilnahmen, waren die Feuerwehrleute auch für die Erstversorgung der verletzten Personen zuständig. Hierbei spielten die Mimen sehr überzeugend und so war auch die eine oder andere sehr laute Schmerzäußerung oder manches leises Wimmern wahrzunehmen. Die blutenden Wunden wurden mit Verbänden erstversorgt und die bewusstlosen Personen in die Stabile Seitenlage gebracht.

Bildbeschreibung JRK_Notfalldarstellung_2018_10_1 und JRK_Notfalldarstellung_2018_10_2
Die Teilnehmer des Seminars beim Schminken von realistisch aussehenden Wunden

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