+ 24 Stunden Tag des DRK Karben +

Am Wochenende startete für die Mitglieder des DRK Karben ein Übungstag über 24 Stunden.
Am Samstagmorgen um 10:00h begann der Übungstag mit der Begrüßung und Einweisung der Helfer in den weiteren Verlauf. Dann startete der Theorieunterricht mit dem Thema Betreuungsdienst. Hier wurden Kenntnisse über verschiedenste Themen in diesem Bereich vermittelt. Während des Unterrichts wurden die Helfer plötzlich zu einer Übung nach Okarben alarmiert.
Dort wurde eine Räumung des Kindergartens angenommen und es musste schnell eine Betroffenensammelstelle errichtet werden. In die Autos wurde das benötigte Material verlastet und die Einsatzstelle angefahren. Dort wurden durch die Führungskraft die Helfer eingeteilt. Innerhalb kurzer Zeit stand ein Zelt für die Betroffenen und eine Registrierung wurde eingerichtet.
Nach dieser Übung stand bereits das Mittagessen in der Unterkunft an. Danach wurde das Wissen im Bereich Sanität aufgefrischt.
Hier lernte man, wie ein Behandlungsplatz aufgebaut wird, oder auf welche Gefahren man an einer Einsatzstelle achten muss.
Am Nachmittag dann ein erneuter in Alarm.
Dieses Mal gab es eine angenommene Explosion in einer Vereinshalle am Sportplatz in Petterweil. Es mussten rasch die Autos bedarfsgerecht beladen und zügig ausgerückt werden. Mit Blaulicht und Signalhorn fuhr man zur Einsatzstelle. Dort angekommen erwarteten bereits drei Verletzte die Helfer. Auf Grund der Explosion wurden die Verletzten schnell aus dem Gefahrenbereich gebracht und eine Patientenablage errichtet. Die Verletzten wurden versorgt und behandelt.

Nachdem diese Übung beendet war, folgte Unterricht in der Unterkunft zum Thema Kartenkunde. Da man nicht immer genaue Ortsangaben bei Einsätzen bekommt, ist es wichtig, Koordinaten lesen und schreiben zu können. Um das Erlernte gleich umzusetzen, folgte eine Koordinatenfahrt. Hierbei gab es zwei Teams, die sich auf zwei Fahrzeuge aufteilten. Jedes Team bekam zu Beginn eine erste Koordinate, die auf der Karte gesucht werden musste. An der Koordinate angekommen, galt es, eine kleine Aufgabe zu lösen, um so die neue Koordinate zur nächsten Einsatzstelle zu bekommen. Beide Teams kamen nach rund zwei Stunden erfolgreich in die Unterkunft zurück, wo schon das Abendessen wartete.

Der letzte praktische Teil bestand darin, eine Einsatzstelle auszuleuchten und sich mit dem Material vertraut zu machen. Als zu später Stunde alle bereits ihre Schlafmöglichkeiten bezogen hatten, alarmierte die Leitstelle ein letztes Mal die Helfer. Es musste zügig gehandelt werden, denn es wurde eine vermisste Person im Karbener Stadtwald angenommen. Mit Sonderrechten hieß es nun, die Einsatzstelle anzufahren und sich schnellstmöglich nach dem Vermissten auf die Suche zu begeben. Durch einen bekannten des Vermissten wurde die Führungskraft über alles in Kenntnis gesetzt. Danach wurde die letzte bekannte Aufenthaltsstelle angefahren. Dort sammelte man sich und baute sogleich die Strom- und Lichtversorgung auf. Es wurden Suchteams eingeteilt, die sich mit einem Sanitätsrucksack, Taschenlampen und Funkgerät sofort auf den Weg machten. Nach einiger Zeit meldete ein Suchteam, Schreie und Rufe aus dem Wald zu hören. Der Vermisste konnte mit einer Fraktur am Fuß gefunden werden. Um ihn transportieren zu können, wurde die Fraktur mit einem Stützverband versorgt. Diese Nachtübung war sehr umfangreich, da man hier auf mehrere Dinge achten musste. Hierzu zählen unter Anderem die Kommunikation zwischen den Helfern und die persönliche Schutzausrüstung der Helfer.
Nach dem Frühstück am nächsten Tag wurden die Fahrzeuge gesäubert und das Material wieder aufgefüllt. Zum Schluss gab es noch eine Feedbackrunde, in der sich auch die Verantwortlichen bei den Bereitschaftsmitgliedern bedankten und eine positive Resonanz zogen. „Wir können wirklich stolz auf unsere Helfer sein. Jede Übung wurde durch einen anderen Helfer der Bereitschaft als Führungskraft geleitet und alles hat ganz wunderbar geklappt. Jeder wusste genau, was er zu machen hat. Natürlich gibt es immer wieder kleinere Dinge, die man stetig verbessern kann. Aber genau dafür haben wir diese Übungen gemacht und können sehr zufrieden sein. Wir hatten tolle 24 Stunden und ich möchte mich bei allen Aktiven Helfern hierfür bedanken. Ein besonderes Danke gilt hierbei aber auch allen, die uns in dieser Zeit unterstützt haben“, sagte Bereitschaftsleiter Marco Wieja.

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