Migrationsgespräche beim Deutschen Roten Kreuz ins Leben gerufen

Auf Einladung des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Friedberg, nahmen Vertreter der Jüdischen Gemeinde Bad Nauheim, Ahmadiyya Muslim Jamaat, Alevitische Gemeinde und Rosinka e.V., an der ersten Sitzung der Migrationsgespräche beim Deutschen Roten Kreuz teil. „Aus meiner beruflichen Erfahrungspraxis heraus habe ich festgestellt, dass obwohl die Migrantenselbstorganisationen(MSO) eine wichtige Brücke zwischen den Migranten und der Mehrheitsgesellschaft darstellen, eine kontinuierliche, effektive und nachhaltige Zusammenarbeit kaum stattgefunden hat. In der Vergangenheit beschränkte sich oftmals der Dialog und die Zusammenarbeit auf einzelne MSO und die Zusammenarbeit war nicht selten punktuell projektbezogen, so Yilmaz, Fachbereichsleiterin Migration. Mit dem Ziel, dass auch die MSO (Einzugsgebiet Wetterau West) sich untereinander besser kennen lernen, austauschen und Barrieren überwinden, sowie der kontinuierliche Dialog zu integrationsrelevanten Themen zwischen uns als Wohlfahrtsorganisation und MSO gewährleistet ist, haben wir die Migrationsgespräche ins Leben gerufen, so Yilmaz weiter. Für Frau Susanne Polak, die die erste Sitzung moderierte, stellen die MSO „eine unverzichtbare und wichtige Größe im sozialen, politischen und kulturellen Leben der Migranten dar.“ Die teilnehmenden Akteure waren mit der ersten Sitzung zufrieden und bestätigten ihre weitere Teilnahme. Neben der Friedberger DITIB Moscheegemeinde, hat auch die griechische Gemeinde, Marokkanischer Verein und der türkische Kultur und Gesangsverein Butzbach e.V. und auch weitere zu dieser Sitzung verhinderten MSO ihre zukünftige Teilnahme bestätigt. Die Sitzungen werden kontinuierlich im Quartal stattfinden. Auf Wunsch der Teilnehmer werden zu den nächsten Sitzungen auch externe Referenten, Vertreter von Institutionen und Politiker, zum Beispiel die Sozialdezernentin, eingeladen. „Wir werden die hier gemeinsam erarbeiteten Themen in die Netzwerke und Gremien mitnehmen, in denen wir vertreten sind, aber auch Fragestellungen aus den Netzwerken und Gremien mit den Akteuren der Migrationsgespräche besprechen, so Yilmaz. Auf der ersten Sitzung wurde vereinbart, dass die Thematik Religion nicht der Schwerpunkt der Migrationsgespräche sein wird. Für die nächsten Sitzungen sind die Themen Vereinsförderung und Integration der Jugendlichen durch Bildung angedacht. „Ebenfalls auf der nächsten Sitzung möchte ich gerne meine Idee eines gemeinsam konzipierten und umgesetzten „Journal Interkulturell“ vorstellen. Die Idee hat zum Ziel, die Vereinsmitglieder der MSO über die aktuelle migrationspolitische Situation im Kreis, Land und Bund zu informieren. Aber auch über die Interkulturelle Arbeit, Beratungsangebote und Veranstaltungen in der Wetterau und insbesondere die vielfältigen Aktivitäten der Migrantenselbstorganisationen sollen im Journal, welches halbjährlich erscheinen soll, sichtbar werden“, so Yilmaz Weitere Informationen können bei der Fachbereichsleiterin ab dem 13.6.2017 unter der Telefonnummer 06031-6000204 oder Sezgin.Yilmaz@drk-friedberg.de eingeholt werden.

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